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Wer die
234 Stufen bis zur Aussichtsplattform des Turms der St. Nicolai-Kirche
bewältigt hat, wird mit einem großartigen Blick auf die Dächer Lüneburgs
belohnt.
Nebenbei kann der Besucher auf dem Weg nach oben eine kleine Zeitreise in
die Entstehungsgeschichte des Kirchturms unternehmen. Der Turm der
Nicolai-Kirche, wie man ihn heute sieht, ist bereits der zweite Kirchturm
in der Kirchengeschichte. Der erste Turm musste in den 1830er Jahren
aufgrund von Bauschäden abgerissen werden. Der jetzige Turm im
neugotischen Stil ist 92,7 Meter hoch. Fertig gestellt im Jahre 1895 ist
er somit deutlich jünger als das Kirchenschiff, das von 1407 bis etwa 1440
erbaut worden war. Die letzten
Veränderungen am Turm wurden zwischen 1990 und 1996 vorgenommen, als der
Außenbau zum bisher letzten Mal renoviert wurde. Auf etwa 28 Metern
Höhe kann das prachtvolle Uhrwerk von 1895 besichtigt werden. Es hält auch
heute noch die Uhr am Laufen und sorgt dafür, dass die Glocken zur rechten
Zeit angeschlagen werden. Ein weiteres
Glanzstück des Kirchturms stellt der Glockenstuhl dar, der sich eine Ebene
über dem Uhrwerk befindet. Besonders die 4.500 kg schwere Marienglocke
beeindruckt aufgrund ihrer Mächtigkeit und ihres Alters: sie wurde 1491
gegossen! Anlässlich der
Feiern zum 600jährigen Kirchweihfest im Jahre 2009 wird eine weitere
Läuteglocke für St. Nicolai gegossen werden. (Weiter Informationen:
www.buergerstiftung-st-nicolai.de/glocke/fs_glocke.html) Von der
Aussichtsplattform in 49 Metern Höhe schließlich kann man zusammen mit den
Wasserspeiern auf die Stadt Lüneburg hinab sehen. An klaren Tagen reicht
der Blick bis nach Hamburg. |